WKÖ-Danninger ad Schumann: Mehr Bürokratie schließt keine Einkommensschere

Wien (OTS) – „Die EU-Lohntransparenz-Richtlinie geht vollkommen am
Ziel vorbei und
wird die Einkommensschere nicht schließen, sondern lediglich die
Betriebe und die Beschäftigten belasten. Mehr Bürokratie schadet dem
Standort und verbessert nichts“, reagiert Jochen Danninger,
Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), auf die
heutigen Aussagen von Arbeitsministerin Korinna Schumann in der ORF-
Pressestunde.

„Die Ministerin verweist selbst auf die 98-prozentige Abdeckung
durch Kollektivverträge. Österreich verfügt damit bereits über ein
transparentes und objektives Entlohnungssystem. Zusätzliche
Berichtspflichten bringen den Beschäftigten keinen Mehrwert, belasten
aber die Unternehmen massiv. Bei der Umsetzung der Richtlinie darf es
daher jedenfalls zu keinem Gold-Plating, also einer Übererfüllung der
EU-Vorgaben zum Nachteil des Standorts Österreich, kommen.“

Die eigentlichen Ursachen der Einkommensunterschiede – etwa die
Verteilung der Sorgearbeit – habe Schumann selbst angesprochen. „Wer
den Gender Pay Gap nachhaltig reduzieren will, muss dort ansetzen,
etwa mit einem weiteren Ausbau der Kinderbetreuung. Neue Bürokratie
löst dieses Problem nicht.“

Auch den neuerlichen Ruf nach Vermögenssteuern weist Danninger
auf das Schärfste zurück: „Neue Steuern auf Vermögen oder Unternehmen
schwächen den Standort und gefährden Investitionen sowie
Arbeitsplätze. Österreich braucht Entlastung und Wachstum statt neuer
Belastungen. Dieses dauernde Androhen von neuen Steuern durch die SPÖ
schadet dem Wirtschaftsstandort massiv“, so Danninger abschließend. (
PWK346/ER)