Wien (OTS) – Die Gewerkschaft vida begrüßt die Klarstellung des
Gesundheitsministeriums, dass die Mittel für den Pflegebonus künftig
ausschließlich zweckgebunden verwendet werden und bei den
Beschäftigten ankommen müssen. Damit wird sichergestellt, dass die
vom Bund bereitgestellten Gelder auch jenen zugutekommen, für die sie
vorgesehen sind.
„Diese Klarstellung ist ein wichtiger Schritt für mehr Fairness
und Wertschätzung gegenüber den Beschäftigten im Pflegebereich. Der
Pflegebonus wurde als Anerkennung für die anspruchsvolle Arbeit
tausender Pflegekräfte und Personen in sozialen Betreuungsberufen
eingeführt und darf nicht zur Budgetsanierung einzelner Länder oder
Träger verwendet werden“, betont Gerald Mjka, Vorsitzender des
Fachbereichs Gesundheit der Gewerkschaft vida.
Klare Zweckbindung
Besonders groß war die Enttäuschung darüber, dass einzelne
Bundesländer – allen voran Salzburg – versucht haben, den Pflegebonus
zu streichen, mit bestehenden Leistungen gegenzurechnen oder den
Bonus den Beschäftigten auf andere Weise wieder aus der Tasche zu
ziehen. Dieses Vorgehen hat bei den Betroffenen für großes
Unverständnis gesorgt und stand im klaren Widerspruch zum
ursprünglichen Zweck des Bundes. „Die Pflegekräfte wurden in der
Pandemie beklatscht und danach vielerorts gewatscht. Umso wichtiger
ist es, dass jetzt klargestellt wurde, dass der Pflegebonus 1:1 bei
den Beschäftigten ankommt, sagt Christian Freisinger,
Gesundheitssprecher der vida Salzburg.
Die vida sieht die nun erfolgte Klarstellung auch als Ergebnis
der anhaltenden gewerkschaftlichen Arbeit. Gemeinsam mit
Betriebsrät:innen und Beschäftigten hat sich die Gewerkschaft
konsequent dafür eingesetzt, dass die Bundesmittel tatsächlich den
Pflegekräften zugutekommen.
Wertschätzung für alle Berufsgruppen
Gleichzeitig fordert die Gewerkschaft, den Bonus auf den gesamten
Gesundheits- und Sozialbetreuungsbereich auszuweiten. „Es ist nicht
nachvollziehbar, warum einzelne Berufsgruppen von zusätzlichen
finanziellen Maßnahmen profitieren, während andere Beschäftigte im
Gesundheitswesen, die tagtäglich ebenso unverzichtbare Arbeit
leisten, davon ausgeschlossen bleiben. Wertschätzung darf nicht an
Berufsgrenzen enden“, sagt Mjka und ergänzt: „Wir geben nicht auf und
machen weiter Druck für mehr Personal in Gesundheits- und
Pflegeeinrichtungen.“
Für die vida ist klar: Künftig sollen alle Arbeitnehmer:innen im
Gesundheits- und Sozialbetreuungsbereich bei vergleichbaren
Fördermaßnahmen berücksichtigt werden. Gleichzeitig muss
sichergestellt sein, dass Bundesmittel ausnahmslos dort eingesetzt
werden, wo sie hingehören – bei den Menschen, die jeden Tag für die
Gesundheit der Bevölkerung im Einsatz sind.