Wien (OTS) – Die Rücknahme einer umstrittenen Glyphosat-Studie aus
dem Jahr 2000
durch die Fachzeitschrift „Regulatory Toxicology and Pharmacology“
kommt für SPÖ-EU-Abgeordneten Günther Sidl nicht überraschend, da
einige Studien, auf die sich die Wiederzulassung von Glyphosat
stützt, schon seit Jahren unter Manipulationsverdacht stehen. Für
Sidl ist aber klar, dass der aktuelle Fall weitreichende Konsequenzen
haben müsse: „Es darf nicht sein, dass sich die EU-Kommission bei
derart weitreichenden Bewertungen auf unzuverlässige Studien stützt.
Immerhin geht es hier um die Frage einer möglicherweise
krebserregenden Wirkung. Die EU-Kommission muss jetzt eine rasche
Neubewertung auf Basis der gesamten wissenschaftlichen Evidenz
durchführen lassen.“ ****
Darüber hinaus fordert Sidl einen generellen Kurswechsel der EU
bei Pestiziden. „Alles, was wir in die Natur streuen, landet letzten
Endes auch wieder auf unseren Tellern und damit in unserem Körper –
und dort haben krebserregende Umweltgifte rein gar nichts verloren“,
betont Sidl, der sich im EU-Parlament für eine europäische
Forschungsinitiative für ökologische Pestizid-Alternativen einsetzt:
„Wir brauchen endlich neue Instrumente, damit unsere Landwirtschaft
nachhaltig und ertragssicher arbeiten kann. Dafür müssen wir in
Europa zusammenarbeiten, um schnell Alternativen zu finden – nur so
werden Umweltgifte wie Glyphosat endlich der Vergangenheit
angehören.“ (Schluss) ls