SPÖ-Himmer: „Eine gute Bildungsreform ist nur dann eine gute Bildungsreform, wenn sie die Chancengerechtigkeit erhöht“

Wien (OTS) – SPÖ-Bildungssprecher Heinrich Himmer betont angesichts
der aktuellen
Reformdebatte die Notwendigkeit von Stabilität, Fairness und
langfristiger Planung im Bildungssystem. „Eine gute Reform ist nur
dann eine gute Reform, wenn sie die Chancengerechtigkeit erhöht“, so
Himmer in seiner Rede zur Aktuellen Stunde zum Thema Bildung im
Nationalrat. Reformen müssten gemeinsam mit den Beteiligten
erarbeitet werden, denn „Unsicherheit ist kein guter Begleiter beim
Lernen“, so Himmer. ****

Änderungen etwa bei Lehrplänen müssten sorgfältig vorbereitet
werden: „Diskussion, wie ein Lehrplan aussieht, muss man länger
führen“, so Himmer. Entscheidend sei Planungssicherheit für Schulen,
Pädagog:innen, Eltern und Schüler:innen. Als Maßstab für eine
gelungene Bildungsreform nennt Himmer historische Vorbilder:
Bundeskanzler Kreisky habe mit seinen Reformen die
Chancengerechtigkeit erhöht und Kindern aus weniger privilegierten
Familien den Bildungsaufstieg ermöglicht. Gerechte Bildungspolitik
dürfe daher nicht auf Selektion setzen: „Gemeinsam lernen ist das
Gebot der Stunde, das zeigen uns auch alle internationalen
Vorbilder“, so Himmer.

Zugleich verweist Himmer auf die Bedeutung von Bildung über die
Schule hinaus: „Bildung hört nicht am letzten Zeugnistag auf. Wir
investieren in den nächsten Jahren über 5 Milliarden Euro in
Forschung, Technologie und Innovation. Das sind zentrale
Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit und in lebenslanges
Lernen.“ (Schluss) mf/ls