Wien (OTS) – Die Österreichische Post stellt mittlerweile auch
sonntags Pakete zu
– nach Wien, Linz und Graz seit Juni auch in Salzburg. Online kann
ohnehin rund um die Uhr bestellt werden, viele Geschäfte in stark
besuchten Städten bleiben dagegen geschlossen. „Pakete kommen bis vor
die Haustür, Festspielgäste in Salzburg stehen vor verschlossenen
Läden. In Wien ist die Situation ähnlich. Das ist nicht mehr
zeitgemäß“, so ÖHV-Präsident Walter Veit. Gerade dort, wo viele
internationale Gäste unterwegs sind, sollte der stationäre Handel
diese Frequenz auch nutzen können. Die Forderung der ÖHV ist klar:
mehr Wahlfreiheit für die Betriebe.
Zwtl.: Öffnen dürfen statt öffnen müssen
„Wer am Sonntag geschlossen halten will, soll das
selbstverständlich weiterhin tun. Aber wer aufsperren möchte und
Kundschaft hat, soll das auch dürfen“, so Veit. Dafür gibt es in
Österreich bereits Vorbilder: In touristisch geprägten Regionen
bestehen landesrechtliche Ausnahmen von der Sonntagsruhe im Handel.
Vergleichbare Spielräume fehlen in Städten wie Salzburg oder Wien
bislang weitgehend. „Der Onlinehandel kennt keine klassischen
Öffnungszeiten. In heimischen Tourismusregionen gibt es bereits
flexiblere Regelungen. Warum international stark besuchte Städte hier
so eng gebunden bleiben, lässt sich immer schwerer erklären“, betont
der ÖHV-Präsident.
Zwtl.: Auch in Deutschland bewegt sich die Debatte
Der Handelsverband Deutschland fordert bundesweit zehn bis zwölf
verkaufsoffene Sonntage pro Jahr. Ziel sind attraktivere Innenstädte
und mehr Spielraum für den stationären Handel. „Tourismus findet auch
am Sonntag statt. Wo Gäste unterwegs sind und Betriebe öffnen
möchten, sollte man sie nicht daran hindern“, so Veit.
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