Wien (OTS) – Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) begrüßt die
von
Sozialministerin Korinna Schumann in der ORF-„Pressestunde“
angekündigte Schließung der Lücke beim sogenannten Pflegebonus.
Künftig soll durch eine klare Zweckwidmung sichergestellt werden,
dass für alle gleiche Rahmenbedingungen gelten.
Hintergrund der bisherigen Ungleichbehandlung waren die bis 2028
zugesagten Fördergelder des Bundes, die regional unterschiedlich
beurteilt wurden. Während der Bund die Mittel zur finanziellen
Entlastung der Pflegekräfte bereitstellt, kam es in Salzburg zu
budgetären Kürzungen, die zu massiven Protesten von Arbeiterkammer
und Gewerkschaften führten.
„Dass durch die Zweckwidmung der Pflegebonus tatsächlich
bundesweit den Beschäftigten in Pflege und Betreuung zukommt, ist
eine sehr gute Nachricht. Damit wird eine Lücke geschlossen und
österreichweit mehr Fairness und Sicherheit geschaffen“, betont
Martina Lackner, Pflegeexpertin im ÖGB. Für den ÖGB ist dies ein
wichtiger Schritt zur Anerkennung der Leistungen von Pflegekräften,
die tagtäglich unverzichtbare Arbeit leisten.
Gleichzeitig stellt der Gewerkschaftsbund klar, dass es nicht bei
einer befristeten Maßnahme bleiben darf und der Bonus allen
Beschäftigten in Pflege- und Betreuungsberufen zugutekommen muss.
„Jetzt muss sichergestellt werden, dass der Pflegebonus auch über
2028 hinaus gewährt wird. Diese unverzichtbare Tätigkeit verdient
eine dauerhafte Anerkennung – nicht nur zeitlich begrenzte Lösungen“,
betont Lackner.
Der ÖGB fordert daher eine langfristige Absicherung des Pflegebonus,
um Planungssicherheit für die Beschäftigten zu schaffen und die
Attraktivität der Pflege- und Betreuungsberufe nachhaltig zu stärken.
Über uns:
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) vertritt rund 1,2
Millionen Arbeitnehmer:innen in Österreich. Gemeinsam mit seinen
sieben Gewerkschaften setzt sich der ÖGB als überparteiliche
Interessenvertretung für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und
Gehälter sowie soziale Gerechtigkeit ein.
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