Wien (OTS) – Die pharmazeutische Industrie gehört zu den tragenden
Säulen des
Wirtschaftsstandorts Österreich. Eine neue Studie von ECO Austria
zeigt nun schwarz auf weiß, welchen Beitrag die Branche tatsächlich
leistet: Jeder Euro, den die pharmazeutische Industrie in Österreich
erwirtschaftet, löst insgesamt 1,9 Euro Wertschöpfung aus und erzeugt
damit fast das Doppelte an wirtschaftlicher Leistung. Insgesamt
sichert die Branche rund 91.000 Arbeitsplätze, erwirtschaftet 12,9
Milliarden Euro Wertschöpfung und steht für rund zehn Prozent der
österreichischen Warenexporte.
Die Studie macht sichtbar, welchen wirtschaftlichen Stellenwert
die pharmazeutische Industrie für Österreich tatsächlich hat.
Forschung, Entwicklung und Produktion wirken dabei weit über die
Branche hinaus und stärken den Wirtschaftsstandort ebenso wie die
Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig fließen jährlich rund 5,85
Milliarden Euro an Steuern und Abgaben in die öffentlichen Kassen.
Damit trägt die Branche wesentlich zur Finanzierung des Sozialstaats
und öffentlicher Leistungen bei. „ Österreich hat das Know-how, die
Unternehmen und die Menschen. Jetzt braucht es den politischen
Willen, daraus auch langfristig einen internationalen
Wettbewerbsvorteil zu machen. “, betont Dr. Ilse Bartenstein,
Vorsitzende des Pharmaausschusses im Fachverband der Chemischen
Industrie Österreichs (FCIO). „ Wir reden in Österreich oft darüber,
was Medikamente kosten. Viel zu selten reden wir darüber, was sie
unserem Land bringen. Wer die pharmazeutische Industrie stärkt,
investiert gleichzeitig in Gesundheit, Wohlstand und technologische
Souveränität. “
Gerade die aktuelle Diskussion über Arzneimittel zeigt, wie
wichtig faire und nachhaltige Rahmenbedingungen für die
pharmazeutische Industrie sind. Leistungsfähige Produktionsstandorte
und der Zugang zu innovativen Therapien entstehen nicht von selbst.
Sie setzen voraus, dass Forschung, Entwicklung und Produktion in
Europa wirtschaftlich tragfähig bleiben. „ Versorgungssicherheit und
Spitzenmedizin gibt es nicht zum Nulltarif. Damit innovative
Arzneimittel auch künftig in Europa entwickelt und produziert werden,
braucht es die Bereitschaft, dafür faire Preise zu schaffen. Nur so
können wir Produktion, Innovation und eine verlässliche Versorgung
langfristig sichern “, so Bartenstein.
Die Zahlen der Studie sind daher nicht nur eine Bestandsaufnahme,
sondern auch ein klarer Handlungsauftrag: Österreich hat das
Potenzial, zu den führenden Pharma- und Life-Sciences-Standorten
Europas zu zählen. Bereits heute entfallen rund 6,5 Prozent der
gesamten unternehmerischen Forschungs- und Entwicklungsausgaben auf
die pharmazeutische Industrie und Biotechnologie. Jetzt braucht es
die richtigen politischen Entscheidungen, um diesen Vorsprung
langfristig zu sichern.
Über den FCIO
Der Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs (FCIO) ist
die gesetzliche Interessenvertretung der chemischen Industrie in
Österreich. Die etwa 230 Mitgliedsunternehmen produzieren in
unterschiedlichen Sektoren z.B. Pharmazeutika, Kunststoffe und
Kunststoffwaren, Fasern, Lacke, Düngemittel oder auch organische und
anorganische Chemikalien. Die mehr als 50.000 Beschäftigten der
Branche stellten 2024 Waren im Wert von 19,3 Milliarden Euro her.
www.fcio.at