Lunge im Zentrum: Atemgesundheit in Tiroler Apotheken verbessern

Innsbruck (OTS) – Bis 29. November 2025 veranstaltet die Tiroler
Apothekerkammer in
Kooperation mit der REHAmed-tirol und der Universität Innsbruck die
Aktionswochen „Lunge im Zentrum“. Unterstützt wird das Projekt vom
Land Tirol. Ziel der Aktionswochen ist es, dass Menschen mit Asthma,
COPD oder anderen chronischen Lungenerkrankungen die Anwendung ihres
Inhalators optimieren. Denn nur wenn mit dem Inhalator eine
ausreichende Menge des Arzneimittels an die richtige Stelle in der
Lunge gelangt, kann eine Therapie erfolgreich durchgeführt werden.

Im Rahmen des Projekts erhalten alle Tiroler Apotheken ein eigenes
Gerät, mit dem der Atemfluss von betroffenen Patientinnen und
Patienten gemessen wird. Basierend auf den Ergebnissen geben
Apothekerinnen und Apotheker Hinweise und Hilfestellung zur richtigen
Anwendung von Inhalatoren. Nicht jeder Inhalator ist für alle
Patientinnen bzw. Patienten geeignet – das ist abhängig von
Atemmuskulatur und Atemzugkraft. Gegebenenfalls wird deshalb zur
Rücksprache mit der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt
geraten, um den Inhalator auszutauschen. Ein begleitender Fragebogen
wurde mit der Universität Innsbruck (Klinische Pharmazie, Fakultät
für Chemie und Pharmazie) erarbeitet.

„Gesundheitsversorgung muss dort ankommen, wo sie gebraucht wird.
Die Aktion ‚Lunge im Zentrum‘ zeigt vorbildlich, wie wir Patientinnen
und Patienten im Alltag unterstützen können, damit ihre Behandlung
bestmöglich wirkt. Durch die wohnortnahe Beratung werden
Unsicherheiten im Umgang mit Inhalatoren beseitigt. Das ist ein gutes
Beispiel für die Stärkung der Gesundheitskompetenz in der Praxis und
ein starker Beitrag für mehr Lebensqualität“, freut sich
Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele und ergänzt: „Dank der
wissenschaftlichen Begleitung durch die Universität Innsbruck
profitiert nicht nur der Patient bzw. die Patientin, sondern auch
unsere Gesundheitsversorgung – die wir mit diesen wertvollen Daten
stetig weiterentwickeln. Mein großer Dank gilt allen Beteiligten für
dieses gemeinsame Engagement im Zeichen der Vorsorge.“

„Unterschiedliche Inhalationssysteme, Funktionsweisen und
Atemstärken – das sind nur einige Gründe, warum Patientinnen und
Patienten Probleme bei der Handhabung ihrer Inhalatoren haben. Das
kann letztlich auch die Wirksamkeit der jeweiligen Therapie deutlich
verringern“, erklärt Theresa Geley, Gesundheitsdirektorin des Landes
Tirol . „Die Initiative ‚Lunge im Zentrum‘ setzt genau hier an: Mit
niederschwelligen Tests in mehr als 130 Tiroler Apotheken wird die
richtige Anwendung geprüft und eine passgenaue Beratung angeboten.
Denn Prävention bedeutet, gesundheitliche Probleme zu vermeiden,
bevor sie entstehen. Die Aktionswochen sind damit ein starkes Signal
für patientenorientierte Gesundheitsversorgung in Tirol.“

„Apotheken sind wichtige Gesundheits-Nahversorger für die
Tirolerinnen und Tiroler. Mit Öffnungszeiten von durchschnittlich 50
Stunden pro Woche und unserem direkten Kontakt zu Patientinnen und
Patienten wollen wir künftig einen noch größeren Beitrag zur
Gesundheit der Menschen leisten“, betont Matthias König-Mitterhauser,
Präsident der Apothekerkammer Tirol . „Deshalb arbeiten
Apothekerinnen und Apotheker laufend daran, Angebote im Bereich der
Prävention zu erweitern. Es freut uns sehr, dass wir mit den
Aktionswochen ein interdisziplinäres Projekt starten können, in das
Apotheken, Ärzte und Wissenschaft eingebunden sind. Unsere starke
Zusammenarbeit bringt Vorteile für die Versorgungsqualität von
Patientinnen bzw. Patienten und führt mittelfristig zu niedrigeren
Folgekosten für das Gesundheitssystem. Außerdem zeigt die
Kooperation, wie es Ärzte- und Apothekerschaft gemeinsam geling, die
Therapie von Betroffenen zu optimieren.“