Korosec: „Erhöhen und geheim halten – das ist inakzeptabel!“

Wien (OTS) – Nun ist medial bekannt geworden, dass die
Österreichische
Gesundheitskasse (ÖGK) bei Leistungen spart und Selbstbehalte erhöht.
„Von der ÖGK hat es dazu keine Informationen für die Patientinnen und
Patienten gegeben. Abgesehen davon, dass es schon wieder neue
Belastungen gibt, ist inakzeptabel, dass die Änderungen von der
zuständigen Stelle nicht kommuniziert werden“, sagt
Seniorenbundpräsidentin Ingrid Korosec. „Dabei sind die Änderungen
laut Medienberichten teils schon in Kraft.“

Gerade Seniorinnen und Senioren würden wieder die Leidtragenden
sein: „Die Krankenversicherungsbeitrage wurde schon im Juli 2025 von
5,1 auf 6 Prozent erhöht. Außerdem gibt es seit damals für
Krankentransporte einen Selbstbehalt von bis zu 15 Euro pro Fahrt.
Nicht fällig sind Selbstbehalte bei Fahrten zu einer Chemo- und
Strahlentherapie, zur Dialyse, zur Behandlung in einem
Palliativzentrum sowie für Menschen, die Rezeptgebühren befreit sind.
Die Selbstbehalte belasten besonders Menschen auf dem Land
finanziell, die regelmäßig auf Krankentransporte angewiesen sind. Und
nun sollen ab Mai nur noch bei bestätigter Gehunfähigkeit
Krankentransporte bewilligt werden. Gründe wie fehlende Öffis oder
eine fehlende Begleitperson sollen nicht mehr ausreichen. Das
betrifft vor allem Ältere, die nicht mehr gut zu Fuß sind und dann
öffentlich oder mit dem Taxi fahren müssen.“

Auch die neue Regelung bei Zahnersatz – am 1. Mai steigt der
Selbstbehalt für medizinisch notwendigen Zahnersatz von 25 auf 30
Prozent der Kosten – gehe zu Lasten Älterer: „Im Alter brauchen viele
Zahnersatz. Bei einer Behandlung um 5.000 Euro bringt das rund 250
Euro an Zusatzkosten.“

Es müsse im System gespart werden, nicht neuerlich bei Leistungen
für Patientinnen und Patienten, sagt Korosec.