Holzleitner / Faßmann: „Wer Wissenschaftsgeschichte erzählt, muss auch die Geschichte der Forscherinnen erzählen.“

Wien (OTS) – Wissenschafts- und Frauenministerin Eva-Maria
Holzleitner besucht
heute gemeinsam mit dem Präsidenten der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften (ÖAW), Heinz Faßmann, die Sonderausstellung
„Forscherinnen entdecken: Frauen an der Akademie der Wissenschaften“.
Die Ausstellung zeichnet den Weg von Wissenschaftlerinnen an der ÖAW
nach: von den ersten Pionierinnen bis zu den Forscherinnen, die heute
Österreichs Wissenschaftslandschaft prägen.

„Exzellente Forschung braucht die besten Köpfe, unabhängig vom
Geschlecht. Lange Zeit blieben die Leistungen vieler
Wissenschaftlerinnen unsichtbar oder wurden nicht ausreichend
anerkannt. Diese Ausstellung macht ihre Geschichte sichtbar und zeigt
gleichzeitig, wie viel sich bereits verändert hat. Sie erinnert uns
aber auch daran, dass Chancengleichheit in der Wissenschaft kein
Selbstläufer ist, sondern jeden Tag neu erarbeitet werden muss“,
betont Wissenschafts- und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner.

Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag
Forscherinnen zur Entwicklung der Wissenschaft in Österreich
geleistet haben – von den ersten Akademiemitgliedern wie Lise Meitner
und Berta Karlik bis zu den Wissenschaftlerinnen der Gegenwart. Sie
macht deutlich, wie wichtig vielfältige Perspektiven für
wissenschaftlichen Fortschritt sind.

ÖAW-Präsident Faßmann sagt: „In der Vergangenheit fanden
Forschungsleistungen von Frauen oft nur im Hintergrund und ohne
Anerkennung statt. Das ändert sich deutlich. Die Akademie hat heute
mehr weibliche Mitglieder, Führungskräfte und Wissenschaftlerinnen
als je zuvor. Unsere Sonderausstellung würdigt die Pionierinnen an
der Akademie und holt aktuelle genderrelevante Forschung vor den
Vorhang.“

„Wir können es uns nicht leisten, auf das Potenzial von mehr als
der Hälfte der Gesellschaft zu verzichten. Frauen gehören dorthin, wo
Zukunft gestaltet wird: in die Forschung, in die Innovation und in
Führungspositionen. Wenn wir mehr Frauen für wissenschaftliche
Karrieren gewinnen und bestehende Barrieren abbauen, stärken wir
nicht nur die Chancengerechtigkeit, sondern auch unseren
Wissenschafts- und Innovationsstandort. Davon profitieren
Gesellschaft, Wirtschaft und die Forschung gleichermaßen“, so
Holzleitner.

Die Sonderausstellung „Forscherinnen entdecken: Frauen an der
Akademie der Wissenschaften“ ist bis Ende 31. August Montag bis
Freitag von 8 bis 15 Uhr im Kleinen Kassensaal der Postsparkasse in
Wien zu sehen und beleuchtet die Geschichte sowie die Gegenwart von
Frauen an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Eingang
Dominikanerbastei 16, Eintritt frei.