Wien (OTS) – „Was Walter Ruck laut den veröffentlichten
Aufzeichnungen über seine
Gespräche mit SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig schildert, ist ein
Skandal der Sonderklasse. Ludwig muss jetzt unverzüglich offenlegen,
welche Personalentscheidungen und politischen Absprachen mit Walter
Ruck getroffen wurden. Was wurde im Schweizerhaus vereinbart? Was
wurde im Weinkeller ausgepackelt? Welche weiteren Deals gab es hinter
verschlossenen Türen?“, so der Wiener FPÖ-Obmann Stadtrat Dominik
Nepp in einer Reaktion zu den Enthüllungen von „Kronen Zeitung“ und
„Profil.
Für Nepp erklären die veröffentlichten Aussagen auch das politische
Verhalten der Wiener Volkspartei. „Jetzt ist auch klar, warum die
Wiener ÖVP seit Jahren praktisch keine echte Oppositionsarbeit mehr
macht. Wer selbst davon spricht, dass die ÖVP in Wien ohnehin keine
Rolle spiele, bestätigt den Eindruck einer rot-schwarzen
Einheitspartei, die sich öffentlich streitet und hinter den Kulissen
gemeinsame Interessen absichert.“
Besonders befremdlich seien die veröffentlichten Aussagen rund um den
Anitta-Müller-Cohen-Platz. „Dass Bürgermeister Ludwig selbst die
Benennung des Platzes bei der WKO-Zentrale an eine jüdische
Frauenrechtlerin verhindert haben soll, ist besonders widerlich.“
„Es pfeifen die Spatzen längst von den Dächern, dass noch weitere
brisante Aussagen und Zitate existieren, die Bürgermeister Ludwig
massiv unter Druck bringen werden. Das war erst der Anfang“, so der
Wiener FPÖ-Chef weiter.
„Wir werden sämtliche parlamentarischen Kontrollinstrumente
ausschöpfen und alle rechtlichen Möglichkeiten prüfen. Die Wiener
Bevölkerung hat Anspruch auf vollständige Aufklärung. Diese Vorgänge
zeigen einmal mehr, wie dringend Wien einen politischen Kurswechsel
braucht. Nur eine starke FPÖ steht für echte Kontrolle statt rot-
schwarzer Machtpolitik und Hinterzimmer-Deals.“