Sankt Pölten (OTS) – „Im Blackout- oder Katastrophenfall ist das
batteriebetriebene Radio
das vom Zivilschutz empfohlene, krisenfeste Warnmittel, und just das
streicht der ORF. Dabei können diese Warnungen Menschenleben retten“,
zeigt sich FPÖ Niederösterreich Zivilschutzlandesrat Martin Antauer
über die geplante ersatzlose Abschaltung von einigen Sendeanlagen in
Randlagen verwundert.
Laut Berichten sollen in NÖ Gresten, Aggsbach, Drosendorf,
Kleinzell, Litschau, Michelbach, Opponitz, Paudorf, Rohr im Gebirge,
Rossatz, Trattenbach, Weikertschlag und Yspertal ab Oktober 2026 von
der terrestrischen TV- und/oder UKW-Versorgung abgeschnitten werden.
„Ohne Informationen an die Bevölkerung, an den Zivilschutz oder die
Bürgermeister. Damit werden Gebührenzahler am Land zu Kunden zweiter
Klasse degradiert“, hält Antauer fest und sagt: „Der ORF hat
mittlerweile die Abschaltung bestätigt, spricht von Optimierung und
,nur‘ Hunderten oder Tausenden Betroffenen, nennt aber keine
detaillierten Zahlen. Dass sich die betroffenen Haushalte, seien es
50, 500, 5.000 oder 50.000, selbst um eine Lösung bemühen müssen, ist
ein starkes Stück.“
„Wir lehnen diesen Anschlag auf die Informationssicherheit und
die Versorgungssicherheit des ländlichen Raums entschieden ab. Der
arrogante ORF soll lieber bei der Verteilung üppiger Chefposten
sparen“, so Antauer. Die klare Forderung: „Schluss mit dem
Zwangsgebühren-System, wir brauchen einen ORF, der für alle
Österreicherinnen und Österreicher da ist.“