Die letzte Meile der Kartenausgabe neu gedacht: Wie G+D Bereitstellung und Aktivierung verbindet (FOTO)

München (OTS) – Giesecke+Devrient (G+D) führt KI-gestützte
Adressvalidierung, NFC-
fähige Versände und Kiosk-basierte Sofortabholung ein, um die
Aktivierungslücke zwischen Kartenzustellung und erster Nutzung zu
schließen.

Eine Bezahlkarte auszugeben ist eine Sache. Karteninhaber dazu zu
bringen, sie auch zu nutzen, eine andere. Trotz Rekordzahlen bei
ausgegebenen Karten – allein in den USA gibt es laut Federal Reserve
Bank of New York inzwischen mehr als 648 Millionen Kreditkartenkonten
– bleibt die Aktivierung eine Herausforderung im Banking- und
Finanzdienstleistungsbereich.

Die Gründe sind oft banal: verspätet eintreffende Post,
komplizierte Onboarding-Prozesse, und keine Handlungsaufforderung für
die Kunden, wenn die Karte ankommt. Alles zusammengenommen, sind die
wirtschaftlichen Auswirkungen durchaus erheblich. Hinzu kommt, dass
das Zeitfenster für die Aktivierung – zwischen Kartenversand und
erster Nutzung – begrenzt ist.

G+D geht dieses Problem an und erweitert seine Produktlinie
Convego um neue Lösungen und Funktionen, die die Lücke zwischen
Auslieferung und Aktivierung schließen: KI-gestützte, autonome
Adressvalidierung, NFC-fähiger Versand sowie Kiosk-basierte
Sofortabholung. Jede dieser Komponenten adressiert einen potenziellen
Schwachpunkt auf dem Weg von der Herstellung bis zur ersten
Transaktion.

Adressenkorrektur – bevor die Karte versendet wird

Jeden Monat gehen tausende Zahlungskarten als unzustellbar
zurück. Nach Einschätzung von G+D sind zehn bis 20 Prozent der
Rücksendungen auf fehlerhafte Adressen zurückzuführen, etwa durch
Tippfehler der Karteninhaber. Weitere 60 bis 75 Prozent entfallen auf
nicht zustellbare Adressen. Eine Karte, die nie ankommt, kann auch
nicht aktiviert werden. Adressfehler sind der früheste – und dabei am
leichtesten vermeidbare – Störfaktor in der physischen Kartenausgabe,
werden aber häufig erst in nachgelagerten Prozessen erkannt.

Convego validAIgent verlagert diese Prüfung an den Anfang des
Workflows. Mithilfe von Agentic AI validiert die Lösung Adressdaten
vor dem Versand, identifiziert potenziell unzustellbare Sendungen und
synchronisiert Korrekturen in CRM- und Personalisierungssystemen. Bei
bereits zurückgesandten Lieferungen kann das System die Karteninhaber
proaktiv über In-App-Nachrichten kontaktieren, eine neue Adresse
bestätigen und automatisch die erneute Personalisierung und
Zustellung veranlassen.

Weitere Funktionen umfassen eine CASS-zertifizierte Validierung
für den US-amerikanischen Markt, intelligente Vorschläge zur
Adresskorrektur sowie Analysen, die die Adressenaktualität im
gesamten Portfolio eines Kartenherausgebers aufzeigen. Agentic
Issuance hebt die moderne Kartenausgabe auf ein neues Niveau. Das
Ergebnis: weniger Rückläufer, geringere Kosten für Neuausstellungen
und schnellere Zustellung an den Kunden.

Die Verpackung, die ihre Ankunft selbst mitteilt

Die physische Zustellung umfasst meist eine Bezahlkarte im
Umschlag, begleitet von einem allgemeinen Informationsblatt. Es gibt
keine weiteren Impulse oder Interaktionen; nur die Hoffnung, dass der
Kunde das Schreiben bemerkt, liest und handelt. Mit Convego Smart
Package dagegen wird ein Bluetooth-Low-Energy-Tag (BLE) in die
Kartenverpackung integriert. Sobald das Paket in die Nähe des
Mobilgeräts des Empfängers gelangt, löst es eine Benachrichtigung
aus. Per SMS oder in der Banking-App wird der Eingang bestätigt und
zur Aktivierung aufgefordert. Der Anhänger ist geräteunabhängig (iOS
und Android), mit einer eindeutigen Kennung gesichert und auf eine
lange Batterielaufzeit ausgelegt.

Ganz ohne Postweg: Sofortabholung

Manche Kunden wollen nicht auf die Postzustellung warten, sind
schwer erreichbar oder die Postinfrastruktur ist in ihrer Region
weniger zuverlässig. Für solche Fälle bietet Convego QuickCard eine
sichere Self-Service-Alternative. Nach der Genehmigung erhält der
Karteninhaber einen Autorisierungscode, wählt je nach Standort einen
geeigneten Selbstbedienungsautomaten, authentifiziert sich und erhält
seine Karte innerhalb von Sekunden. Die Lösung unterstützt sowohl neu
genehmigte Karten als auch Ersatzkarten für Bestandskunden.

Für Emittenten entfallen durch die Kiosk-basierte Ausgabe
Verpackungs- und Versandschritte. Die Zeit bis zur ersten Nutzung
verkürzt sich, und die Betriebskosten können optimiert werden.

Eine Plattform, frei konfigurierbar nach Prioritäten

Bestandsmanagement, Kartendesign, Auftragsabwicklung und
Kundenkommunikation spielen in der letzten Phase des Ausgabeprozesses
eine entscheidende Rolle. Der Convego Service Market von G+D stellt
eine entsprechende Infrastruktur für moderne Ausgabedienste bereit.
Banken und FinTechs können einzelne Funktionen oder kombinierte
Lösungen einsetzen und in bestehende Workflows integrieren, anstatt
diese zu ersetzen.

Eric Megret-Dorne, Global Head of Issuance Services bei G+D,
erklärt: „Daten und KI machen die Kartenausgabe effizienter und
autonomer. Die Zieladresse wird verifiziert, der richtige Zustellweg
gewählt und die Schritte zwischen Kartenerhalt und erster Transaktion
reduziert – ohne zusätzliche Komplexität für Karteninhaber oder auf
Ausgabeseite. Mit konkreten, umsetzbaren Mitteln adressieren wir
gezielt potenzielle Schwachstellen, die Emittenten nach ihren eigenen
Vorstellungen und Zeitplänen beheben können. So können sie selbst
bestimmen, wie KI-getrieben ihre Kartenausgabe sein soll.“