Taucher (SPÖ): „20 Jahre Fernkälte zeigen, dass in Wien Klimaschutz und soziale Verantwortung zusammengehören“

Wien (OTS) – „Als Wien Energie 2006 den ersten Liefervertrag für
Fernkälte
unterschrieben hat, ahnte kaum jemand, welche Bedeutung dieses System
einmal bekommen würde. Heute, mit über 300 versorgten Gebäuden vom
AKH bis zum Café Central, zeigt sich: Wer in Wien vorausschauend
investiert, schafft Infrastruktur, die die Lebensqualität und
Wohnqualität der Wiener*innen deutlich erhöht und gleichzeitig das
Klima schützt“, erklärt Gemeinderat Josef Taucher, Energiesprecher
und SPÖ-Klubvorsitzender im Wiener Rathaus.

„An Tagen wie diesen, wenn das Thermometer die 40-Grad-Marke
übersteigt und der Kältebedarf um bis zu 60 Prozent steigt, wird
deutlich, warum wir dieses Netz so entschlossen ausbauen. 25
Kältezentralen versorgen mittlerweile ein 33 Kilometer langes
Leitungssystem – rund drei Viertel der gesamten österreichischen
Fernkälte-Kapazität liegt bei uns in Wien. Das ist keine Nebensache,
sondern Daseinsvorsorge im besten Sinn“, betont Taucher.

„Mit dem Ringschluss des 4,7 Kilometer langen Fernkälterings
haben wir 2024 einen zentralen Meilenstein für die Innenstadt
erreicht. Bis 2030 investiert Wien Energie zusätzlich 100 Millionen
Euro, um die Leistung von 250 auf 370 Megawatt zu steigern. Solche
Zahlen beweisen: Bei uns bleibt Klimapolitik kein Lippenbekenntnis,
sondern wird täglich in unzähligen Maßnahmen integriert“, so der
Energiesprecher weiter.

„Besonders bemerkenswert finde ich den neuen Eisspeicher am
MedUni Campus. Ein riesiger, isolierter Wassertank wird zu einem
gewaltigen Eisblock gefroren und deckt damit Verbrauchsspitzen ab,
ganz ohne zusätzlichen Stromeinsatz zur Mittagszeit. Gleichzeitig
nutzen wir konsequent Abwärme aus der Müllverbrennung und die
natürliche Kühlkraft des Donaukanals. Das ist Kreislaufwirtschaft,
die funktioniert, statt nur auf Konferenzen diskutiert zu werden“,
hält Taucher fest.

„Die Fernkälte ist ein Puzzleteil auf unserem Weg zu einer Stadt,
die ganz ohne Kohle, Öl und Gas auskommt. Zusammen mit dem Ausbau der
Fernwärme, mit Großwärmepumpen und Tiefengeothermie schaffen wir
Unabhängigkeit von fossilen Importen und von den Preisschwankungen
internationaler Märkte. Diese Investitionen sind ein Versprechen an
kommende Generationen, dass unsere Stadt auch in dreißig Jahren noch
kühlen Kopf bewahrt“, erklärt der Klubvorsitzende.

„20 Jahre Fernkälte stehen für eine einfache Erkenntnis: Wer
Klimaschutz ernst nimmt, muss investieren, statt zu verwalten. Wir in
Wien tun genau das – Kältezentrale für Kältezentrale, Leitung für
Leitung. Das macht unsere Stadt zur lebenswertesten der Welt, und
daran arbeiten wir jeden einzelnen Tag weiter“, schließt Taucher. (
Schluss) sh