Wien (OTS) – Die Umweltschutzorganisation Greenpeace übt scharfe
Kritik an Umwelt-
und Wasserminister Norbert Totschnig. Der heutige Trinkwasser-Gipfel
zeigt erneut: Der Minister hält angesichts von Rekordhitze und
Rekordürren zwar Pressekonferenzen und Polit-Gipfel ab, setzt aber
keine konkreten Schutzmaßnahmen für unser Grundwasser und die
hitzegeplagte Bevölkerung um. Greenpeace fordert von Minister
Totschnig die schnelle Umsetzung des Grundwasser-Entnahme-Registers,
einer nationalen Wasserstrategie sowie eines wirksamen
Klimaschutzgesetzes.
Sebastian Theissing-Matei, Greenpeace-Wasserexperte: “Das ganze Land
leidet unter dem Hitzesommer, in der Landwirtschaft verdorren Äcker
und Wiesen und erste Gemeinden müssen bereits ihre Wasserversorgung
einschränken. Und trotzdem wiederholt Bundesminister Totschnig nur
gebetsmühlenartig die immer gleichen Ankündigungen, setzt aber keine
einzige Wasserschutz-Maßnahme um. Daran ändert auch der heute
politisch inszenierte Trinkwasser-Gipfel rein gar nichts.”
Greenpeace fordert Entnahme-Register und nationale Wasserstrategie
Eineinhalb Jahre nach Antritt der aktuellen Regierung gibt es das
längst angekündigte Grundwasser-Entnahme-Register noch immer nicht,
der erst heute an die Koalitionspartner übermittelt wurde. Ohne
dieses Register agiert das Ministerium im Blindflug, denn es fehlen
verlässliche Daten darüber, wie viel Grundwasser Industrie und
Landwirtschaft verbrauchen. Auch von der im Regierungsprogramm
angekündigten nationalen Wasserstrategie und dem dringend notwendigen
Klimaschutzgesetz fehlt weiterhin jede Spur. Statt systemische
Schutzmaßnahmen durchzusetzen, wälzt der Minister die Verantwortung
mit Spartipps auf die Bevölkerung ab.
“ Ein längst überfälliger Verordnungsentwurf schützt noch kein
Grundwasser und Spartipps beim Zähneputzen stoppen keine Dürre. Statt
die Verantwortung auf die Bevölkerung abzuwälzen, muss Minister
Totschnig den Großverbrauchern endlich Grenzen setzen und den Schutz
unseres Wassers gesetzlich sichern ”, so Theissing-Matei.
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Inhalte auf einen Blick:
– Anlass: Anlässlich des heutigen Trinkwasser-Gipfels kritisiert
Greenpeace die Untätigkeit von Wasserminister Norbert Totschnig beim
Grundwasserschutz sowie das Abwälzen der Verantwortung auf
Privathaushalte.
– Ergebnis: Eineinhalb Jahre nach Regierungsantritt fehlen weiterhin
das versprochene Grundwasser-Entnahme-Register, eine nationale
Wasserstrategie und das Klimaschutzgesetz.
– Hauptforderung: Sofortige Umsetzung von Grundwasser-Entnahme-
Register, einer nationalen Wasserstrategie und des
Klimaschutzgesetzes.
– Adressat: Umwelt- und Wasserminister Norbert Totschnig.
– Quelle / Material: Greenpeace Österreich / Bildmaterial:
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