Wien (OTS) – Das geplante Verbrenner-Aus ist für Österreich eine
zentrale Standort
– und Beschäftigungsfrage. Jeder zwölfte Arbeitsplatz hängt direkt
oder indirekt an der Automobil- und Zulieferindustrie. Insgesamt
sichert die Branche rund 400.000 Arbeitsplätze, erreicht eine
Exportquote von 87 Prozent und erwirtschaftet einen jährlichen
Produktionswert von mehr als 260 Milliarden Euro.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer fordert daher eine
klare österreichische Position in den laufenden Verhandlungen zum
europäischen Automotive-Paket:
„Wenn jeder zwölfte Arbeitsplatz in unserem Land an der
Automobilwirtschaft hängt, dürfen wir diese Industrie nicht durch
starre Verbote schwächen. Die Klimaziele stehen außer Streit. Aber
Europa darf nicht per Verordnung festlegen, welche Technologie
gewinnt. Österreich muss sich klar für echte Technologieoffenheit
einsetzen, damit Innovation, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in
Europa bleiben.“
Gerade Oberösterreich ist das industrielle Herz der
österreichischen Automobilwirtschaft. Allein am Standort Steyr
arbeiten rund 4.000 Menschen bei BMW. Gemeinsam mit den
Zulieferbetrieben hängen rund 20.000 Arbeitsplätze an diesem
Standort. Die Entscheidungen auf europäischer Ebene betreffen damit
unmittelbar tausende Familien sowie die Zukunft eines der wichtigsten
Industriestandorte Österreichs.
Die jüngst präsentierte Fraunhofer-Studie warnt vor erheblichen
Wertschöpfungs- und Beschäftigungsverlusten, vor allem für
Österreich, sollte Europa den Weg zur Klimaneutralität ausschließlich
über ein weitgehendes Verbot des Verbrennungsmotors verfolgen.
Hattmannsdorfer hat seine Forderungen für die laufenden
europäischen Verhandlungen klar auf den Tisch gelegt: echte
Technologieoffenheit, Schutz vor unfairer internationaler Konkurrenz,
mehr „Made in Europe“ sowie eine starke europäische Technologie- und
Innovationsbasis. Ziel müsse ein Transformationspfad sein, der
Emissionen reduziert, zugleich aber Investitionen ermöglicht und
industrielle Wertschöpfung in Europa hält.
„Während China seine Industrie mit Milliarden unterstützt und die
USA ihre Produktion absichern, darf Europa nicht den eigenen
Unternehmen die Hände binden. Gerade in Oberösterreich und Steyr
sehen wir, was auf dem Spiel steht. Österreich muss in Brüssel eine
starke Stimme für seine Betriebe und Beschäftigten sein: für
Technologieoffenheit, fairen Wettbewerb, mehr Made in Europe und eine
starke europäische Innovationsbasis.“