Wien (OTS) – Das aktuelle Konjunkturbarometer der
Industriellenvereinigung (IV),
das einen deutlichen Rückgang von 11,5 auf nur noch 4,9 Punkte sowie
tiefrote Beschäftigungsaussichten verzeichnet, nahm der FPÖ-
Industriesprecher NAbg. Axel Kassegger heute zum Anlass, um dringende
wirtschaftspolitische Kurskorrekturen einzufordern. Die schwarz-rot-
pinke Koalition trage die volle Verantwortung für diese anhaltende
Talfahrt der österreichischen Wirtschaft. Die Bundesregierung sei
schlichtweg nicht in der Lage, Maßnahmen mit Weitblick zu setzen, um
die Industrie nachhaltig zu stabilisieren.
„Wenn das Konjunkturbarometer derart abstürzt und die
Beschäftigungsaussichten mit minus 20 Punkten einen anhaltenden
Stellenabbau prognostizieren, dann müssten eigentlich bei ÖVP, SPÖ
und NEOS alle Alarmglocken schrillen. Die Industriellenvereinigung
bestätigt schwarz auf weiß, was wir Freiheitliche seit Monaten
aufzeigen. Es sind vor allem die von der IV zitierten ‚hausgemachten
Bremsen‘, die unsere Betriebe massiv belasten“, sagte Kassegger.
Besonders besorgniserregend sei laut dem Bericht die schwierige
Ertragslage der Unternehmen, die sich bei minus elf Punkten
einpendle. Die Ursachen dafür lägen auf der Hand, nämlich eine
erdrückende Steuer- und Abgabenlast, untragbare Überregulierung und
das Fehlen jeglicher Strukturreformen“, erklärte Kassegger.
„Die im Bericht erwähnte exorbitante Lohnstückkostendynamik und
die anhaltend hohen Energiekosten rauben unserer Industrie die
internationale Wettbewerbsfähigkeit. Während andere Staaten ihre
Industrie gezielt entlasten und mit wettbewerbsfähigen Energiepreisen
sowie attraktiven Rahmenbedingungen um Investitionen kämpfen,
verteuert die Bundesregierung den Standort Österreich immer weiter.
Die Lohnstückkostendynamik, steigende Energiepreise, immer neue
Regulierungen sowie steigende Steuern und Abgaben rauben unseren
Betrieben ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig
leiden auch die Menschen unter der anhaltenden Teuerung, weil Strom,
Gas, Treibstoffe und viele Güter des täglichen Bedarfs nach wie vor
auf einem viel zu hohen Preisniveau liegen. Das ist eine gefährliche
Entwicklung für Arbeitsplätze, Wohlstand und Wertschöpfung in unserem
Land“, betonte der freiheitliche Industriesprecher.
„Österreich benötigt umgehend tiefgreifende Strukturreformen.
Dazu gehören eine spürbare Senkung der unzähligen Abgaben, ein
sofortiger Stopp des bürokratischen Overkills und eine
vernunftgeleitete Energiepolitik, die Versorgungssicherheit und
Bezahlbarkeit in den Mittelpunkt stellt. Nur wenn wir der Industrie
wieder Luft zum Atmen geben, können wir die Talfahrt stoppen und den
Standort Österreich nachhaltig absichern“, so Kassegger.