Wien (OTS) – Die Freiheitliche Wirtschaft kritisiert die geplanten
Änderungen im
Budgetbegleitgesetz 2027/2028 scharf. Während die Bundesregierung die
Senkung des Dienstgeberbeitrags von 3,7 auf 2,7 Prozent als
Entlastung verkauft, soll gleichzeitig die bisherige Befreiung für
über 60-jährige Dienstnehmer entfallen.
Damit droht auch die Grundlage für die KU2, also den Zuschlag zum
Dienstgeberbeitrag, wieder ausgeweitet zu werden. Aktuell gilt: Für
Personen über 60 Jahre ist kein DZ/KU2 zu entrichten. Künftig könnten
damit ausgerechnet jene Betriebe stärker belastet werden, die ältere,
erfahrene Mitarbeiter weiterbeschäftigen.
Für die Freiheitliche Wirtschaft ist das der nächste Rechentrick
auf Kosten der Unternehmer. Einerseits wird längeres Arbeiten
gefordert, andererseits wird die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer
wieder verteuert. Gleichzeitig predigt die ÖVP-Wirtschaftskammer den
Betrieben Sparsamkeit und Effizienz – während sie selbst über
zusätzliche Umlagen mitprofitieren würde.
Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, Pensionsdruck und
steigenden Kosten braucht es Anreize für längeres Arbeiten und nicht
neue Belastungen. Wer Erfahrung im Betrieb hält, Fachwissen sichert
und Verantwortung übernimmt, darf nicht bestraft werden.
Die Freiheitliche Wirtschaft fordert daher, die Befreiung für
Arbeitnehmer über 60 beizubehalten – sowohl beim Dienstgeberbeitrag
als auch bei allen daran anknüpfenden Umlagen.
„Es reicht. Wer längeres Arbeiten fordert, darf ältere
Arbeitnehmer nicht künstlich verteuern. Wenn die ÖVP-
Wirtschaftskammer Unternehmern Sparsamkeit predigt, darf sie nicht
gleichzeitig über zusätzliche Umlagen von genau diesen Betrieben
mitprofitieren. Leistung muss sich wieder lohnen und Erfahrung darf
nicht zur neuen Kostenstelle werden“, so FW-Generalsekretär Reinhard
Langthaler abschließend.