Weltweiter Musikmarkt wächst 2025 um 6,4%

Wien (OTS) – Der globale Musikmarkt setzte seinen Wachstumskurs fort
und erzielte
2025 einen Gesamtumsatz von 31,7 Milliarden US-Dollar zu
Handelspreisen, ein Plus von 6,4% gegenüber 2024. KI-Innovationen und
die Reaktion der Branche auf Streaming-Betrug werden die nächste Ära
der Musik prägen.

Die Nutzung kostenpflichtiger Streaming-Dienste war erneut der
wichtigste Wachstumstreiber. Die Einnahmen aus diesem Format stiegen
um 8,8% und machen 52,4% der weltweiten Einnahmen aus. Aktuell gibt
es 837 Millionen Nutzer von Streaming-Abonnements. Diese Zahlen
entstammen dem „Global Music Report 2026“, der vom weltweiten
Musikwirtschaftsverband IFPI veröffentlichte wurde.

Physische Tonträger verzeichneten ein Umsatzplus von 8%,
getrieben durch die anhaltende Nachfrage der Musikliebhaber nach
haptischen Musikerlebnissen und einem Anstieg der Vinyl-Verkäufe um
13,7%. Die von Verwertungsgesellschaften inkassierten Lizenzeinnahmen
erreichten im Jahr 2025 2,9 Milliarden US$, ein leichtes Plus von 0,3
%.

Zwtl.: Musiklabels weisen im Umgang mit KI den Weg in die Zukunft

Die Musikwirtschaft steht an der Spitze der nächsten Generation
von KI-Innovationen. Der Report beschreibt das Engagement der Branche
bei der Entwicklung von neuen Musiklizenzmodellen, um zusätzliche
Einnahmequellen für die Musikbranche zu schaffen. Ziel ist ein
ausgewogenes Ökosystem, in dem technologische Innovation und
menschliche Kreativität einander ergänzen.

Zwtl.: Herausforderungen durch Streaming-Betrug

Gleichzeitig steht die Branche vor wachsenden Herausforderungen
durch Streaming-Betrug. Künstlich erzeugte Plays von manipulierten
oder gefälschten Songs führen dazu, dass der Musikbranche Einnahmen
entgehen. Zwar gehen Musikfirmen bereits entschieden gegen solche
Praktiken vor, doch fordern sie auch alle Akteure entlang der
gesamten Streaming-Wertschöpfungskette auf, betrügerische Aktivitäten
konsequent zu bekämpfen.

Victoria Oakley – CEO der IFPI – betont anlässlich der
Veröffentlichung des Global Music Report: „Hervorragende Musik von
talentierten Artists, unterstützt durch Partnerschaften und
Investitionen der Labels, treibt das weltweite Wachstum an. Das sorgt
nicht nur für steigende Einnahmen, sondern ermöglicht auch verstärkte
Investitionen in vielfältige Musikproduktionen weltweit.“

„Die Musikbranche gestaltet ihre Zukunft aktiv mit – etwa durch
Kooperationen mit Entwicklern generativer KI, die die Rechte von
Urhebern respektieren. Gemeinsam wird erforscht, wie Technologie
Kreativität unterstützen kann, statt sie zu ersetzen. Wir rufen die
Politik dazu auf, diesen Fortschritt zu fördern, indem sie die
zugrunde liegenden Urheberrechtsgesetze schützt.“

Zwtl.: Zuwächse auf allen Kontinenten

Angetrieben vom Erfolgslauf des Musik-Streamings gab es in allen
weltweiten Regionen Wachstum, in einigen sogar im zweistelligen
Prozentbereich.

USA & Kanada: + 3,5%
Die weltweit größte Musikmarkt-Region erreichte einen Anteil von 38,7
% am globalen Umsatz und trug über 400 Millionen US-Dollar zum
globalen Musikmarkt bei. Die USA – der größte Musikmarkt weltweit –
verzeichnete ein Wachstum von 3,3 %.

Europa: + 5,6%
Europa behauptete seine Position als zweitgrößte Region und steigerte
seinen Umsatz 2025 um 5,6%. Europa erzielte das zweithöchste
Umsatzwachstum aller Regionen, trug über 500 Millionen US-Dollar bei
und machte 30,4 % des globalen Umsatzes aus. Die drei größten Märkte
der Region ver-zeichneten 2025 allesamt ein Plus: Großbritannien (+
4,8 %), Deutschland (+1,7 %) und Frankreich (+3,7%). Der
österreichische Musikmarkt performte mit einem Plus von 6,5%
überdurchschnittlich gut.

Asien: + 10,9%
Asien verzeichnete 2025 ein starkes Wachstum mit einem zweistelligen
Plus von 10,9%. Die Region blieb der größte Markt für physische
Tonträger und trug 2025 45,1% zum weltweiten Umsatz mit physischen
Tonträgern bei. Japan, der zweitgrößte Markt der Welt, kehrte 2025
auf den Wachstumspfad zurück (+8,9%), während China Deutschland
überholte und mit einem starken Umsatzwachstum von 20,1% zum
viertgrößten Markt weltweit aufstieg.

Lateinamerika: + 17,1%
Lateinamerika erzielte im 16. Wachstumsjahr in Folge ein Plus von
17,1%. Streaming blieb der wichtigste Wachstumstreiber und machte
88,1% der Umsätze in der Region aus. Brasilien verzeichnete ein
Wachstum von 14,1% und kletterte damit im globalen Ranking um einen
Platz auf Rang 8 nach oben. Mexiko steigerte seine Einnahmen um 13,3%
und wurde zum zehntgrößten Musikmarkt.

Australasien: + 1,5%
Die Einnahmen in dieser Region erreichten 623 Millionen US-Dollar und
wuchsen 2025 um 1,5%. Australien steigerte seine Einnahmen um 1,2%,
fiel jedoch im globalen Ranking um zwei Plätze auf Rang 13 zurück.
Neuseeland steigerte seine Einnahmen um 3% und trug 15,2% zu den
regionalen Einnahmen bei.

Mittlerer Osten und Nordafrika: + 15,2%
Der Nahe Osten und Nordafrika (MENA) war die am zweitschnellsten
wachsende Region und verzeichnete 2025 einen Umsatzanstieg um 15,2%.
Streaming blieb der dominierende Markt in der Region und machte 97,5%
der Gesamteinnahmen aus.

Sub-Sahara Afrika: +15,2%
Auch in der Region Subsahara-Afrika stiegen die Einnahmen aus
Musikaufnahmen um 15,2 % auf 120 Millionen US-Dollar. Südafrika blieb
der größte Markt und trug mit 78,1% zu den regionalen Einnahmen bei,
was einem Wachstum von 12,9% 2025 entspricht.

Report zum Download