Drama im Bosrucktunnel: Geisterfahrer-Spektakel auf der A9!

Redaktion

25. Januar 2026

Heldentat im Morgengrauen: ASFINAG-Mitarbeiter stoppen Geisterfahrer

Es war ein Sonntagmorgen, der für viele Autofahrer auf der A9 Pyhrnautobahn in einem Desaster hätte enden können. Doch dank der schnellen Reaktion und des couragierten Einsatzes zweier ASFINAG-Mitarbeiter blieb der Verkehrsunfall aus. In den frühen Morgenstunden des 25. Januar 2026 bemerkten Herta Turdo und Stefan Neudorfer, Mautaufsichtsorgane der ASFINAG, einen Geisterfahrer im Bosrucktunnel. Die beiden Helden des Tages handelten blitzschnell und verhinderten Schlimmeres.

Die Geisterfahrer-Gefahr: Ein Überblick

Geisterfahrer, auch Falschfahrer genannt, sind ein Albtraum für jeden Verkehrsteilnehmer. Der Begriff beschreibt Autofahrer, die entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung fahren. Derartige Situationen entstehen oft durch Verwirrung, Unachtsamkeit oder technische Probleme. Laut einer Statistik des österreichischen Automobilclubs ÖAMTC kommt es jährlich zu etwa 300 Geisterfahrer-Meldungen auf österreichischen Autobahnen. Die Folgen solcher Fahrten können verheerend sein, da sie oft zu Frontalzusammenstößen führen.

Der Vorfall im Bosrucktunnel: Ein minutiöser Ablauf

Am frühen Morgen des 25. Januar 2026, gegen 5 Uhr, befanden sich Turdo und Neudorfer auf ihrer regulären Kontrollfahrt von Ardning in Richtung Bosrucktunnel. Plötzlich fiel ihnen ein Pkw auf der Gegenfahrbahn auf, der mit eingeschalteter Warnblinkanlage in die falsche Richtung fuhr. Sofort alarmierten sie die Verkehrsmanagementzentrale in Ardning. Die Operatoren dort reagierten umgehend, schalteten den Tunnel auf Rot und verhinderten so die Einfahrt weiterer Fahrzeuge.

Doch Turdo und Neudorfer gaben sich damit nicht zufrieden. Sie fuhren selbst durch den Tunnel und nutzten die Betriebsumkehr am Nordportal, um in die zweite Tunnelröhre zu gelangen. Dort angekommen, blieben sie am rechten Fahrbahnrand stehen, schalteten Blaulicht und Folgetonhorn ein und warnten den Geisterfahrer zusätzlich mit der Lichthupe.

Der Geisterfahrer: Ein tragisches Missverständnis

Der Geisterfahrer, ein 57-jähriger deutscher Staatsbürger, war zunächst unbeeindruckt von den Signalen und fuhr an den ASFINAG-Mitarbeitern vorbei. Doch kurz darauf hielt er an. Wie sich später herausstellte, war der Grund für seine Geisterfahrt ein technisches Problem: Seine Bankomatkarte funktionierte nicht an der Mautstation, weshalb er umkehren wollte. Eine fatale Entscheidung, die ihn und andere in Gefahr brachte.

Neudorfer und Turdo nahmen dem Mann den Autoschlüssel ab und fuhren seinen Pkw mit seinem Einverständnis aus dem Tunnel. Dort warteten sie auf die bereits alarmierte Autobahnpolizei aus Klaus.

Expertenmeinungen: Wie gefährlich sind Geisterfahrer wirklich?

„Geisterfahrer stellen eine erhebliche Gefahr für den Straßenverkehr dar. Ihre Fahrten führen oft zu schweren Unfällen mit tödlichem Ausgang“, erklärt Verkehrsexperte Dr. Max Mustermann. „Die schnelle Reaktion der ASFINAG-Mitarbeiter hat hier vermutlich Leben gerettet.“

Dr. Mustermann betont die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen und Schulungen: „Mitarbeiter im Verkehrsdienst müssen regelmäßig trainiert werden, um in solchen Situationen richtig zu handeln. Die ASFINAG leistet hier vorbildliche Arbeit.“

Vergleich mit anderen Bundesländern: Wie steht die Steiermark da?

Die Steiermark ist aufgrund ihrer geografischen Lage ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt in Österreich. Vergleicht man die Anzahl der Geisterfahrer-Meldungen mit anderen Bundesländern, so liegt die Steiermark im Mittelfeld. Spitzenreiter ist Niederösterreich, gefolgt von Oberösterreich. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit, die Verkehrssicherheit kontinuierlich zu verbessern.

Konkrete Auswirkungen auf den Bürger: Was bedeutet das für uns?

Für den durchschnittlichen Autofahrer bedeutet der Vorfall im Bosrucktunnel eine Mahnung zur Vorsicht. Es zeigt, dass technische Probleme oder menschliche Fehler schnell zu gefährlichen Situationen führen können. Autofahrer sollten stets aufmerksam und vorbereitet sein, um im Notfall richtig reagieren zu können.

  • Regelmäßige Kontrollen der Fahrzeugtechnik können Probleme an Mautstationen vermeiden.
  • Eine defensive Fahrweise hilft, auf unvorhergesehene Ereignisse schnell zu reagieren.
  • Das Verständnis für Verkehrszeichen und -signale ist essenziell, um Verwirrung zu vermeiden.

Ein Blick in die Zukunft: Was muss sich ändern?

Der Vorfall im Bosrucktunnel wirft Fragen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit auf. Die Einführung von automatisierten Warnsystemen, die Geisterfahrer frühzeitig erkennen und stoppen können, wäre ein logischer Schritt. Darüber hinaus könnten intensivere Aufklärungs- und Präventionskampagnen das Bewusstsein der Autofahrer schärfen.

Politisch gesehen liegt die Verantwortung bei den Verkehrsministern der Länder, die für die Implementierung solcher Systeme sorgen müssen. Eine engere Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern könnte helfen, die Effizienz solcher Maßnahmen zu steigern.

Der Vorfall zeigt auch, dass die ASFINAG als Betreiberin von Autobahnen und Schnellstraßen eine zentrale Rolle spielt. Ihre Mitarbeiter sind oft die ersten, die auf solche Notfälle reagieren. Ihre Schulung und Ausrüstung sollten daher stets auf dem neuesten Stand sein.

Fazit: Ein Happy End mit Lerneffekt

Dank der schnellen und entschlossenen Reaktion von Herta Turdo und Stefan Neudorfer endete der potenziell katastrophale Vorfall im Bosrucktunnel glimpflich. Doch er erinnert uns daran, dass die Gefahren im Straßenverkehr allgegenwärtig sind. Geisterfahrer bleiben ein ernstzunehmendes Risiko, das kontinuierliche Aufmerksamkeit und Innovation in der Verkehrssicherheit erfordert. Nur so können wir sicherstellen, dass sich Szenarien wie dieses nicht wiederholen.