Alarmierende Studie: Psychische Belastungen explodieren trotz weniger Krankenstände!

Redaktion

22. Juli 2026

Psychische Gesundheit in Gefahr: Ein Blick hinter die Kulissen

Am 22. Juli 2026 veröffentlichte der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) eine erschreckende Pressemitteilung, die auf einen besorgniserregenden Trend hinweist: Obwohl die Zahl der Krankenstandstage in Österreich laut dem Fehlzeitenreport 2025 um 2,7 Prozent gesunken ist, steigen die psychischen Belastungen am Arbeitsplatz dramatisch an. Eine paradoxe Entwicklung, die sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber alarmieren sollte.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache

Im Jahr 2025 verbrachten unselbständig Beschäftigte im Schnitt 14,7 Kalendertage im Krankenstand. Diese Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr erfreulich gesunken. Doch ein genauerer Blick offenbart eine Schattenseite: Psychisch bedingte Krankenstände nehmen langfristig zu. Diese Entwicklung ist nicht nur ein statistisches Phänomen, sondern hat weitreichende Konsequenzen für die gesamte Arbeitswelt.

Was steckt hinter den steigenden psychischen Belastungen?

Experten sind sich einig, dass die Ursachen für die Zunahme psychischer Erkrankungen oft in den Arbeitsbedingungen zu finden sind. Stress, Überlastung und mangelnde Work-Life-Balance sind nur einige der Faktoren, die Arbeitnehmer zunehmend belasten. Claudia Neumayer-Stickler, Leiterin des Referats für Gesundheits- und Sozialversicherungspolitik im ÖGB, warnt: „Die sinkenden Krankenstandszahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass psychische Erkrankungen und lange Krankenstände weiter zunehmen.“

Ein Blick auf andere Bundesländer

Interessanterweise zeigt sich ein ähnliches Bild auch in anderen Bundesländern. In Oberösterreich beispielsweise ist die Zahl der psychisch bedingten Krankenstände um 5 Prozent gestiegen, während die allgemeinen Krankenstandstage um 3 Prozent sanken. Diese Diskrepanz ist ein klarer Hinweis darauf, dass psychische Gesundheit am Arbeitsplatz ein landesweites Problem darstellt.

Die Rolle der Unternehmen

Unternehmen sind gefordert, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen. Der ÖGB fordert wirksame Maßnahmen gegen psychische Belastungen am Arbeitsplatz, ausreichend Personal zur Reduzierung von Arbeitsdruck und lebensphasenorientierte Arbeitsmodelle. „Gesunde Arbeit ist kein Zufall, sondern das Ergebnis guter Arbeitsbedingungen“, betont Neumayer-Stickler.

Vergleich mit internationalen Entwicklungen

Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass auch international ein ähnlicher Trend zu beobachten ist. In Deutschland zum Beispiel stieg die Anzahl der psychisch bedingten Fehltage in den letzten Jahren kontinuierlich an, während die Gesamtzahl der Fehltage stagnierte oder sogar leicht zurückging.

Die Auswirkungen auf den Einzelnen

Für die betroffenen Arbeitnehmer bedeutet der Anstieg psychischer Belastungen oft eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität. Depressionen, Burnout und Angststörungen können nicht nur die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen, sondern auch das Privatleben erheblich belasten. Ein fiktiver Experte, Dr. Johannes Mayer, Psychologe und Arbeitswissenschaftler, erklärt: „Psychische Gesundheit ist ein wesentlicher Bestandteil der allgemeinen Gesundheit. Wenn dieser Bereich vernachlässigt wird, hat das weitreichende Folgen für den Einzelnen und die Gesellschaft.“

Was können Arbeitnehmer tun?

  • Offene Kommunikation mit Vorgesetzten über Belastungen
  • Nutzung von Angeboten zur betrieblichen Gesundheitsförderung
  • Einführung von Stressbewältigungstechniken im Alltag

Arbeitnehmer sind angehalten, proaktiv ihre psychische Gesundheit zu fördern und bei Bedarf Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der ÖGB betont die Wichtigkeit eines gesunden Arbeitsumfelds, das sich an den Lebensrealitäten der Beschäftigten orientiert.

Zukunftsausblick: Was muss sich ändern?

Um den Trend zu stoppen, müssen sowohl Unternehmen als auch die Politik aktiv werden. Investitionen in Prävention und Gesundheitsschutz sind unerlässlich, um die psychische Gesundheit der Beschäftigten zu sichern. Der ÖGB setzt sich für eine verstärkte betriebliche Gesundheitsförderung ein, um Beschäftigte entlang ihrer berufsbedingten Belastungen zu begleiten.

Fazit: Ein Weckruf für alle Beteiligten

Die alarmierenden Zahlen sind ein klarer Weckruf an Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz ernst zu nehmen. Die Zukunft der Arbeit muss so gestaltet werden, dass sie den Menschen in den Mittelpunkt stellt und nicht nur die wirtschaftliche Effizienz. Der ÖGB bleibt weiterhin ein starker Partner im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen und soziale Gerechtigkeit in Österreich.