Heiße Sommer, coole Lösungen: Wiens Antwort auf die Klimakrise
Am 1. Juni 2026 wird Wien um 34 Coolen Zonen reicher, ein Meilenstein im Kampf gegen die unerbittliche Sommerhitze, die uns in den letzten Jahren immer stärker im Griff hat. Die Stadt hat mit Hochdruck an dieser Hitzeschutz-Initiative gearbeitet, die bereits 2023 mit nur zwei Pilotprojekten begann. Dieses Jahr erreicht das Projekt einen vorläufigen Höhepunkt mit 34 neuen Standorten, die sich über 20 Bezirke erstrecken.
Was sind Coole Zonen?
Coole Zonen sind mehr als nur schattige Plätze in der Stadt. Sie sind frei zugängliche, betreute Räume, die ideal für eine kurze Erholung in der Sommerhitze sind. Mit angenehmen Temperaturen und einem abwechslungsreichen Programm bieten sie eine willkommene Abkühlung für alle Wiener. „Hitze kann zu einem echten Gesundheitsproblem werden, wenn wir nicht geschützt sind.“, erklärt Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling. „Unsere Hitzeschutzformel – Trinkwasser, Schatten durch Grünraum und kühle Räume – garantiert, dass es genügend Möglichkeiten zur Abkühlung gibt.“
Ein Blick auf die Geschichte: Von Pilotprojekten zu einem stadtweiten Netz
Im Jahr 2023 startete Wien mit zwei Pilot-Standorten, um die Wirksamkeit der Coolen Zonen zu testen. Das Konzept erwies sich als erfolgreich und wurde kontinuierlich ausgebaut. Heute, nur drei Jahre später, ist das Angebot auf 34 Standorte angewachsen. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig die Stadt Wien den Schutz ihrer Bürger vor extremer Hitze nimmt. Laut einer Studie der Universität Wien sind Hitzewellen in den letzten Jahrzehnten um 30% häufiger geworden, was die Dringlichkeit solcher Maßnahmen unterstreicht.
Wie funktionieren Coole Zonen?
Die Coolen Zonen sind strategisch in der Stadt verteilt und bieten mehr als nur kühle Luft. Sie arbeiten mit lokalen Partnerorganisationen zusammen, um ein vielfältiges Programm anzubieten. So gibt es in den städtischen Büchereien Ruhebereiche zum Lesen und Lernen, während die KWP-Klubs auf Austausch und Miteinander setzen, mit Angeboten wie Linedance, Yoga und Gesellschaftsspielen. Eine Ansprechperson ist während der Öffnungszeiten immer vor Ort, um den Besuchern zu helfen.
Standorte der Coolen Zonen
- 2., KWP Klub, Böcklinstraße 43
- 2., Wiener Hilfswerk, Vorgartenstraße 145-157
- 3., KWP Klub, All in Village 3, Ljuba-Welitsch-Promenade 12A/B
- 4., KWP Klub, Weyringergasse 15-17
- 4., Wiener Familienbund, Favoritenstraße 38
- 5., KWP-Klub, Reinprechtsdorfer Straße 1
- 6., KWP Klub, Gumpendorferstraße 117
- 7., KWP Klub, Neubaugürtel 6A
- 7., Wiener Hilfswerk, Schottenfeldgasse 29
- 8., KWP Klub, Alser Straße 71
- 9., Wiener Hilfswerk, Stadtbahnbogen 132
- 10., KWP Klub, Herzgasse 15-19
- 10., Büchereien Wien, Landgutgasse 28
- 12., KWP Klub, Meidlinger Hauptstraße 4
- 12., Büchereien Wien, Meidlinger Hauptstraße 73
- 12., ASB, Sozialmarkt Böckhgasse 2/4
- 13., Büchereien Wien, Preyergasse 1-7
- 14., KWP Klub, Käthe-Dorsch-Gasse 17/1
- 15., KWP Klub, Nobilegasse 33-35
- 15., Wiener Hilfswerk, Sechshauser Straße 76
- 16., KWP Klub, Hofferplatz 3
- 17., KWP Klub, Kalvarienberggasse 29
- 17., Büchereien Wien, Hormayrgasse 2
- 18., Amtshaus Währing, Martinstraße 100
- 20., KWP Klub, Greiseneckergasse 5
- 20., Amtshaus Brigittenau, Brigittaplatz 10
- 21., KWP Klub, Jedlerdorferstraße 99
- 21., Büchereien Wien, Kürschnergasse 9
- 22., KWP Klub, All in Essling, Telephonweg 1
- 22., KWP Klub, Biberhaufenweg 78
- 22., KWP Klub, Melangasse 1
- 22., Büchereien Wien, Barbara-Prammer-Allee 11
- 23., KWP Klub, Breitenfurter Straße 452
- 23., KWP Klub, Kinskygasse 16-30
Warum sind Coole Zonen wichtig?
Die Auswirkungen des Klimawandels sind in den Städten besonders spürbar. In Wien, wo die Temperaturen im Sommer oft über 30 Grad Celsius steigen, sind Maßnahmen wie die Coolen Zonen unerlässlich. „Hitzewellen können die Gesundheit belasten und die Lebensqualität vieler Menschen deutlich einschränken“, warnt Dr. Karin Müller, Klimaforscherin an der Universität Wien. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und Personen mit gesundheitlichen Vorbelastungen.
Ein Vorbild für andere Städte?
Wien ist nicht die einzige Stadt, die sich mit den Herausforderungen des Klimawandels auseinandersetzt. Andere europäische Metropolen wie Paris und Amsterdam haben ähnliche Initiativen gestartet, um ihre Bürger vor extremer Hitze zu schützen. Doch Wiens Ansatz, ein flächendeckendes Netz von Coolen Zonen zu schaffen, könnte als Vorbild für andere Städte dienen. Der Fokus auf Zugänglichkeit und Vielfalt im Angebot macht die Coolen Zonen zu einem einzigartigen Modell.
Zukunftsausblick: Was kommt als nächstes?
Die Stadt Wien plant, das Netz der Coolen Zonen weiter auszubauen. Ziel ist es, in jedem Bezirk mindestens eine Coole Zone zu haben. Auch die Programme sollen erweitert werden, um noch mehr Menschen anzusprechen. „Wir wollen, dass jeder Wiener und jede Wienerin Zugang zu einem kühlen Rückzugsort hat“, betont Vizebürgermeisterin Emmerling. Langfristig könnte dies nicht nur die Lebensqualität erhöhen, sondern auch gesundheitliche Probleme während der Sommermonate reduzieren.
Eröffnungsfest am 9. Juni
Zur Feier der Eröffnung laden die Partnerorganisationen am 9. Juni zu einem großen Fest ein. Von 14:00 bis 17:00 Uhr können Interessierte in der Ljuba-Welitsch-Promenade 12A/B die Coolen Zonen kennenlernen und das vielfältige Programm genießen. Es ist keine Anmeldung erforderlich – einfach vorbeikommen und sich selbst ein Bild machen!
Für mehr Informationen über die Coolen Zonen und das Programm besuchen Sie die offizielle Website der Stadt Wien: www.wien.gv.at/umwelt/coole-zonen.